Im deutschen Weinbaugebiet Pfalz werden Qualitätsweine hergestellt, die als Pfalzweine bezeichnet werden. Die Pfalz besitzt mit gut 230 km² Anbaufläche das zweitgrößte deutsche Weinbaugebiet. Etwa 3600 Winzerbetriebe pflegen hier mehr als 100 Millionen Rebstöcke und erzeugen jährlich etwa 2,5 Millionen Hektoliter Wein. Das prozentuale Verhältnis der Anbauflächen weißer und roter Rebsorten beträgt etwa 60:40, wobei der Anbau von roten im Ansteigen begriffen ist.
Nur knapp 5 % der Gesamtfläche der Pfalz nimmt das Weinbaugebiet ein, in dem der Wein die Landwirtschaft bestimmt. Pfälzer Wein wird in über 140 pfälzischen Orten angebaut, bevorzugt in der Vorder- und Südpfalz, am Westrand der Ebene zwischen dem Rhein und dem Pfälzerwald. Dort liegt auf 110 bis 150 m Höhe eine schmale, etwa 85 km lange und 15 km breite hügelige Höhenstufe, die das größte pfälzische Weinbaugebiet darstellt. Allerdings ist bei weitem nicht ihre Gesamtfläche mit Weinbergen bewirtschaftet; die geeigneten Teile erstrecken sich vor allem beidseitig der Deutschen Weinstraße, die sich mitten durch die Rebenhügel von Nord nach Süd zieht.
Die führende Rebsorte beim Pfälzer Weißwein ist seit langem der Riesling, der haltbare und bekömmliche, oft auch säurebetonte Weine hervorbringt.
Häufigste Rotweinsorte der Pfalz war lange Zeit der anspruchslose Portugieser. Heute ist er, gezielt für die leichten Schoppenweine und Weißherbste angebaut, auf Rang 2 zurückgefallen. Enorme Zuwächse verzeichnet der Dornfelder, der wegen seiner Vorzüge als früh reifer und farbintensiver Massenträger zur Modesorte geworden ist und nun auf dem 1. Platz liegt. Im Zuge der Qualitätsverbesserung holt auch der Spätburgunder (Pinot noir) auf und erreicht nun dem 3. Rang. Nennenswerte Anteile verzeichnen z. B. auch Cabernet Sauvignon, Regent, Merlot oder St. Laurent.